Suche
Melodifestivalen 2016: Semi 1 – Zusammenfassung
Melodifestivalen 2016

Melodifestivalen 2016: Semi 1 – Zusammenfassung

Was für ein Abend: Erst der „Rausschmiss“ von Charlotte Perrelli, dann die Disqualifizierung von Anna Book. Über nichts wurde so viel gesprochen wie über das erste Semi von Melodifestivalen 2016. Hier die Zusammenfassung des Abends.

Da waren es nur noch 5. Das erste Semi aus Göteborg endete mit den Gewinnern Ace Wilder und Robin „Heiratsmaterial“ Bengtsson. Über einen Platz in Andra Chansen dürfen sich Samir & Viktor sowie Albin & Mattias freuen.

Finale: Ace Wilder / Robin Bengtsson
Andra Chansen: Samir & Viktor / Albin & Mattias

Platz 5: Mimi Werner
Platz 6: Pernilla Andersson
Disqualifiziert: Anna Book

Hier habt Ihr die Möglichkeit Euch das erste Semi noch einmal bei SVT anzusehen.

Ace Wilder
Don’t Worry
Text & Musik: Joy Deb, Linnea Deb, Anton Hård af Segerstad, Ace Wilder, Behshad Ashnai

Nach dem großen Erfolg mit „Busy doin‘ Nothing“ war es nur eine Frage der Zeit bis wir Ace Wilder zurück im Mello-Zirkus begrüßen dürfen. Und so sollte es dieses Jahr sein: mit einer Single, die genauso eingängig wie der Vorgänger klingt sowie einer Show, die ein absoluter Hingucker ist. Ein Platz im Finale sollte für Ace so sicher wie das Amen in der Kirche sein. Immerhin wurde „Don’t Worry“ doch vom Erfolgsteam Deb/Deb/Segerstad geschrieben und die bewiesen ja schon mit „Heroes“ das sie wissen was sie tun.

Robin Bengtsson
Constellation Prize
Text & Musik: Bobby Ljunggren, Henrik Wikström, Mark Hole, Martin Eriksson

Robin Bengtsson. Der schönste Mann des Melodifestivalen 2016. Sympathisch und charmant kam er gestern Abend während seines Auftritts rüber, das Lied mit dem Titel „Constellation Prize“: eingängig, mit einem Hit-Produzententeam an seiner Seite. Ein Platz im Finale war für Robin somit mehr als verdient.

Samir & Viktor
Bada Nakna
Text & Musik: Fredrik Kempe, David Kreuger, Anderz Wrethov

Titten raus, es ist Sommer. Und da sind sie schon wieder. Ähnlich wie bei Ace Wilder war es nach dem Erfolg im Vorjahr nicht verwunderlich, dass wir Samir & Viktor noch einmal wiedersehen. Dieses Mal haben sie sich ihre Party-Mitgröhl-Hymne von Schlagergott Fredrik Kempe schreiben lassen. Und das merkt man: „Bada Nakna“ ist wesentlich eingängiger als der Vorgänger „Groupie“ oder das unerträgliche „Saxofuckingfon„. Gesangsstunden scheinen beide während des letzten Jahres jedoch noch nicht genommen haben. Finale wäre aufgrund der Qualität der anderen Beiträge zu hoch gegriffen, aber ein Platz in Andra Chansen ist mehr als verdient. Und am Ende werden sie wohl darüber ins Finale einziehen. Dann können wir aber mindestens noch zwei Mal erleben, wie sich Samir & Viktor die Kleidung vom Leib reißen.

Albin & Mattias Andréasson
Rik
Text & Musik: Albin Johnsén, Mattias Andréasson

Noch mal zwei Mello-Schnuckels. Mit „Din Soldat“ hatte Albin – dank der kraftvollen gesanglichen Unterstützung von Kristin Amparo – einen Riesenhit in Schweden. Mit „Rik“ sind die beiden nun mit einer wesentlich schwächeren Version in Göteborg an den Start gegangen. Für einen Platz in Andra Chansen hat es gereicht (warum auch immer?!), jedoch bezweifle ich, dass da Anfang März ein Ticket ins Finale wartet. Ich weiß jetzt schon nicht mehr wie der Song klingt… und es ist mir auch egal. Aber süß sind sie ja.

Mimi Werner
Ain’t No Good
Text & Musik: Mimi Werner, Göran Werner, Marcus Svedin, Jason Saenz

Ja was war denn da los? Sind Rednex zurück? Flott, eingängig und leicht nervös, aber stimmlich top präsentierte Mello-Newcomerin Mimi Werner ihren Beitrag „Ain’t No Good„. Aufgrund des Schnuckelaufgebots und Ace Wilder waren wenig Chancen für einen Finaleinzug vorhanden. Schade wie ich finde. Anstelle von Albin & Mattias wäre der Platz in Andra Chansen für Mimi verdienter gewesen.

Pernilla Andersson
Mitt Guld
Text & Musik: Pernilla Andersson, Fredrik Rönnqvist

Nettes Mädchen, netter Auftritt, nettes Liedchen. Aber damit gewinnt man nicht beim Melodifestivalen. Mit „Desperados“ gelang Pernilla wenigstens noch an einen Platz in Andra Chansen, verdienterweise. Mit „Mitt Guld“ musste sich Pernilla leider vorzeitig aus dem Mello-Rennen zurückziehen.

Anna Book
Himmel för två
Text & Musik: Sven-Inge Sjöberg, Lennart Wastesson, Larry Forsberg, Camilla Läckberg

Anna Book wurde ja bereits im Vorfeld disqualifiziert, da ihr Beitrag „Himmel för två“ bereits 2014 als „Take Care of a Broken Heart“ im moldawischen Vorentscheid teilgenommen hat. Dennoch durfte Anna ihren Titel vortragen, was ihr sichtlich gefallen hat und vom Publikum mit „standing ovations“ gedankt wurde. Im Nachhinein kann man sagen, dass es sich für Anna eher ausgezahlt hat, dass sie im Vorfeld disqualifiziert wurde, als das sie teilgenommen hat. Im besten Falle hätte es für Platz 5 gereicht und das Kapitel „Ich feiere mein 30-jähriges Bühnenjubliäum“ wäre vorzeitig beendet gewesen. So kann sie die Presse noch für Ewigkeiten melken; ihre Single schoß nach Veröffentlichung direkt auf #1 der schwedischen iTunes-Charts. Außerdem werden wir Anna wohl im kommenden Jahr wiedersehen, Fredrik Kempe und David Kreuger werden ihr einen „Abba-inspired“-Song schreiben. Und das hören wir doch gerne.

Die Schlagersongs werden nach der Veröffentlichung in Deutschland natürlich auch unsere Schwedenschlager-Spotify-Playlist bereichern. Am besten abonniert Ihr unsere Playlist bereits jetzt.

Kommentiere diesen Artikel